
Der erste Schritt muss nicht in (m)einer Praxis stattfinden
Manche Menschen möchten sich zunächst anonym informieren oder
Unterstützung suchen. Die folgenden Angebote ermöglichen einen Einstieg: Kein Täter werden oder Troubled Desire
Süchtig nach Pornos
Die einfache Verfügbarkeit digitaler Medien hat den Zugang zu Pornografie grundlegend verändert. Für die meisten Menschen bleibt der Konsum unproblematisch. Manche erleben jedoch einen zunehmenden Kontrollverlust oder negative Folgen für ihre Beziehungen, ihre Sexualität oder ihren Alltag. In diesen Fällen kann es sinnvoll sein, das eigene Nutzungsverhalten genauer zu betrachten.
Bin ich betroffen?
Mit ein paar Fragen in einem anonymen Selbsttest können Sie einen ersten Hinweis darauf bekommen, ob Sie sich Hilfe suchen sollten.
PNS - eine Krankheit
Die Pornografie-Nutzungsstörung (PNS) oder auch Pornografiesucht ist eine behandlungs-bedürftige psychische Erkrankung.
Laut dem ICD-11: 6C72 – Compulsive Sexual Behaviour Disorder (CSBD)
Deutsch: Zwanghafte sexuelle Verhaltensstörung
Was kann helfen?
Eine Psychotherapie kann helfen. Als vielversprechend haben sich ein "kognitiv-behavioraler Ansatz mit Fokus auf Impulskontrolle, Emotionsregulation und funktionale Verhaltensanalyse"* erwiesen.
*CH. Markert, F. Storz, R. Stark "Pornografie-Nutzungsstörung" in Deliktprävention, J. Endrass und A. Rossegger (Hrsg.), 2026, MW Verlagsgesellschaft
Pädophilie bezeichnet eine sexuelle Präferenz für vorpubertäre Kinder und ist keine Straftat. Strafbar sind aber sexuelle Handlungen an Kindern, der Besitz oder die Verbreitung von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs sowie weitere Handlungen, die gegen das Strafgesetzbuch verstoßen.
Es ist wichtig, zwischen einer sexuellen Präferenz und einem strafbaren Verhalten zu unterscheiden. Diese Unterscheidung trägt dazu bei, dass Menschen frühzeitig Hilfe in Anspruch nehmen können – und ist damit ein wichtiger Beitrag zum Opferschutz.
Ist Pädophilie eine Straftat? Nein.

Verantwortung beginnt mit den Tatsachen
Die Forschung zeigt: Nicht Vorurteile, sondern frühzeitige Hilfe und differenziertes Verstehen sind die Grundlage wirksamer Prävention.
Die Fakten sprechen eine klare Sprache
Nicht jede pädophile Präferenz führt zu einer Straftat, und nicht jede Missbrauchstat geht auf eine pädophile Präferenz zurück.
Gleichzeitig suchen tausende Menschen freiwillig Hilfe, bevor etwas geschieht.
Diese Erkenntnisse unterstreichen, warum ein differenzierter, präventiver und verantwortungs-orientierter Umgang so wichtig ist.
1-5%
der Männer berichten in Studien über sexuelle Interessen an vorpubertären Kindern.
Eine pädophile Präferenz ist deutlich seltener und nicht mit einer Straftat gleichzusetzen.
Präventionsprogramme zeigen, dass therapeutische Unterstützung helfen kann, Risiken frühzeitig zu erkennen und verantwortungsvoll zu bewältigen.
95%
der Sexualstraftaten werden nicht von Menschen mit einer pädophilen Präferenz begangen.
Ein erheblicher Teil des sexuellen Missbrauchs von Kindern wird von Personen ohne pädophile Präferenz begangen, sondern steht im Zusammenhang mit situativen, opportunistischen oder anderen kriminogenen Faktoren.
+11.000
Menschen haben sich bereits freiwillig an das Präventionsnetzwerk Kein Täter werden gewandt. Hilfe wird gesucht – bevor Straftaten geschehen.
Anonyme Hilfeangebote
Nicht jeder ist sofort bereit, sich mit seinem Namen an eine Praxis zu wenden. Hilfe kann auch anonym beginnen.
kostenloses Präventions- und Therapieangebot in Deutschland
ist ein kostenloses Hilfsangebot für Menschen, die sich Gedanken über ihre sexuelle Anziehung zu Kindern machen.

Weitere Anlaufstellen
Du musst nicht alles alleine schaffen. Es gibt Stellen und Menschen, die dich unterstützen können.
